101 Tage

Et voila! Seit 101 Tagen wohne ich nun hier in Israel.

Ein Highlight ist sicherlich, dass Elad und ich in unsere erste eigene Wohnung ziehen werden. Momentan wohnen wir ja noch mit zwei weiteren Personen zusammen. Morgen wird der Mietvertrag unterschrieben. Juuhu!

Nächstes Wochenende geht’s in die Ferien. Wir werden ein paar schöne Tage in Eilat verbringen. Ich kann mich ja nicht wirklich behaupten dass ich Ferien bräuchte, aber ein Tapeten Wechsel kann auch nicht schaden. Es werden unsere ersten gemeinsamen Ferien, daher freue ich mich schon wie ein kleines Kind. Mal schauen ob ich es schaffe, davon zu berichten.

Ansonsten… habe ich mich hier gut eingelebt, dies ist auch ein Grund wieso ich nicht wirklich den Blog führe. Da ich nicht denke, dass mein Alltag sooo spannend ist, als dass ich ihn täglich niederschreiben müsste.

Wenn aus "Telefon" "Televon" wird...
Wenn aus „Telefon“ „Televon“ wird…

Aufjedenfall gehe ich fleissig zur Ulpan (Hebräischschule). Es ist nicht einfach und manchmal auch echt frustrierend, weil es nicht will wie ich. Freue mich über jeden kleinen Erfolg. Aber bis ich die Sprache mal auf einem gewissen Niveau kann, wird es noch eine Weile dauern. Am Anfang waren wir zirka 30 Leute in der Klasse, jetzt sind wir nur noch maximal zwölf. Was natürlich angenehmer ist, da jetzt nur noch die Leute dort sind, die wirklich lernen wollen. Mit den Verben habe ich so meine Probleme. Wir lernen täglich zwei, drei Verben, leider wollen diese nicht in meinem Kopf bleiben. Wie ich diese in meinem Kopf verankern kann, weiss ich leider auch noch nicht. Ich probiere sie jetzt täglich zu repetieren, hoffe das hilft.

Maxi, dass kleine Kätzchen ist nun nicht mehr so klein. Dementsprechend kann sie jetzt auch wo überall hochspringen. Vorgestern hat sie das Waschbecken für sich entdeckt. Ist natürlich schon spannend zu zusehen wie ich abwasche 😉 Vor ein paar Wochen hat sie uns einen gewaltigen Schreck eingejagt. Momentan leben wir im ersten Stock mit Balkon. Dieser ist auch für Maxi zugänglich da er gemauert ist und sie dementsprechend nicht herunterfallen kann. Leider haben wir uns da getäuscht. Sie muss auf die Absperrung gesprungen und dann heruntergefallen sein. Wir haben sie dann auf der Terrasse des Kindergartens im Stockwerk unter uns gefunden. Gott sei dank, ist ihr nichts passiert. Ausser das sie gestresst war, war sie wohlauf. Da musste wohl ihr erstes Katzenleben dran glauben. Zum Glück hat sie noch ein paar übrig.

Momentan bin ich immer noch mit dem Touristenvisa unterwegs. Allerdings haben wir das Partnervisa beantragt. Dieses ist dann für ein Jahr gültig und ich kann hier arbeiten und auch ein bisschen Geld in die Familienkasse beisteuern. Am 14. Juli haben wir den ersten Termin und müssen Fotos und Briefe und haufenweise anderer Dokumente dem „Ministerium des Innern“ (Misrad Hapnim) abgeben.  Ich hoffe mal das er Prozess schnell von statten geht. Ich bin ja jetzt schon mal froh das ich nicht russisch bin, da ich erfahren habe das es für Russen eine extra Behörde in Jerusalem gibt, dies bedeutet das es bei ihnen noch einen weiteren Zwischenstop im Prozess gibt.

Sommer ist langsam aber sicher hier. Wir haben jetzt immer so zirka 25-30 Grad. Ich finde es noch ziemlich angenehm. Ausser man steht den ganzen Tag in der Sonne, dann wird man gekocht. Einen Sonnenbrand hab ich mir auch schon geholt, aber ich probiere mich wirklich brav einzucremen – Mama, sei stolz auf mich! 😉

Meine Eltern und ich beim Wandern.
Meine Eltern und ich beim Wandern.

Oh ein Highlight der letzten Zeit möchte ich doch noch erwähnen. Meine Eltern waren für eine Woche hier und haben geschaut auf wen ich mich da eingelassen habe.  -Er ist akzeptiert. Es war schön sie wieder zu sehen. Vorallem da beide jetzt voll die krassen Sportskanonen sind und echt viel abgenommen haben. Habe meine Mutter fast gar nicht mehr erkannt, so dünn ist sie geworden. Da ich ja noch Klamotten in der Schweiz habe, wurden die jetzt von ihr beschlagnahmt. Aber irgendwann hole ich die mir noch hier her. Momentan ist mein Kleiderschrank hier, relativ beschränkt. Aber das wird sich mit der Zeit schon ändern.

So, nun habe ich mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Ich lebe! Mir geht’s prima und weg möchte ich hier auch nicht mehr!

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